Radongas - Radioaktivität

Radongas

 

Radon ist ein Zerfallsprodukt des Radiums und gelangt durch Diffusion aus dem Erdboden in die Luft. Das Edelgas sammelt sich z.B. unter dem Haus und dringt durch Schwachstellen (Risse im Mauerwerk un der Bodenplatte, Kabelkanäle, Rohrleitungen.....) ins Haus ein. Besonders durch mangelnde Lüftungsgewohnheiten wird das Gas dann in den eigenen vier Wänden gehalten oder sogar konzentriert.

Radon ist besonders gefährlich, da es als unsichtbares, geruch- und geschmackloses Gas unbemerkt in den Innenraum gelangen kann, beim Einatmen auch direkt in der Lunge zerfällt und strahlt.

 

Durch die einwirkende Alpha-Strahlung ist das Gesundheitsrisiko , insbesonder für Lungenkrebs sehr hoch. Nach statistischen Schätzungen kommt es in Deutschland jährlich zu etwa 2000 zusätzlichen Lungenkrebstoten nur durch Radon. Da sind 5 % aller Lungenkrebsfälle, verursacht bereits durch die mittlere Radonkonzentration von ca. 50 Bq/m³ in der Raumluft. Damit ist Radon nach dem Rauchen die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Durch die Summe von Radonbelastung und Rauchen wird das Krebsrisiko um ein Vielfaches erhöht. Neuer Untersuchungsergebnisse weisen auch auf einen Zusammenhang zwischen einer Radonbelastung und Hautkrebs oder Blutkrebs bei Frauen hin.

 

 

 

Seit Januar 2018 ist die Radonschutz-Richtlinie EURATOM in Kraft. Es besteht nunmehr die gesetzliche Pflicht zur Messung von Radonkonzentrationen in fertiggestellten Innenräumen.

 

Wir messen für Sie die Radonkonzentration in Ihrem Zuhause und geben Sanierungsempfehlungen zum Schutz Ihrer Gesundheit.

 

Radioaktivität in Baustoffen

 

Baustoffe wie Lehm und Ton haben hervorragende ökologische und bauphysikalische Eigenschaften. Je nach Herkunft können sie und auch ihre Produkte wie Ziegel, Dachziegel aber eine beachtliche Radioaktivität haben. Im Normalfall ist diese natürliche Radioaktivität bei kurzzeitigem Kontakt völlig unproblematisch. Einen wesentlichen Anteil des Lebens verbringen Menschen jedoch im eigenen Haus, deshalb liegt das Problem in der langen Zeit, in der Menschen der Strahlung durch strahlende Baustoffe ausgesetzt sind. 

 

Baumaterialien enthalten eine mehr oder weniger große Menge an natürlich vorkommenden radioaktiven Stoffen. Von Bedeutung sind insbesondere die Isotope Kalium-40, Radium-226 und Thorium-232. Die Konzentration der Radionuklide variiert sowohl nach Art des Baustoffs als auch innerhalb gleichartigen Materials. Maßgebend dafür sind die Zusammensetzung, die Herkunft und das Herstellungsverfahren. Gesteine wie Granit und Bims können im Einzelfall wie auch Schlacken, Bauxit oder Rotschlamm überdurchschnittlich radioaktiv sein. Dagegen enthalten Sand, Kies, Kalkstein und Naturgips im allgemeinen nur geringe Mengen an Radioaktivität.

 

Die meisten Baustoffe enthalten -wie fast alle Materialien- eine geringe Menge natürlicher, radioaktiver Isotope. Das ist normal und auch unbedenklich. Problematisch wird es, wenn es keine „geringe Menge“ mehr ist oder der Baustoff großflächig eingesetzt wird.Die meisten Baustoffe sind verhältnismäßig schwach strahlend. Es gibt aber auch Ausnahmen: Alte Keramik, z.B. Fliesen im Altbau (insbesondere rote und braune) können stark strahlend sein, falls z.B. Uran zum Färben verwendet wurde. Auch gibt es regional vorkommende strahlende Natursteine: Wurden solcher Steine beim Hausbau verwendet, kann die Strahlenbelastung im Haus bedenklich werden.