Schall-Untersuchung

In unserer hochtechnisierten Umwelt ist es kaum noch möglich sich dem Lärm zu entziehen.

Der Straßen- Luft- und Schienenverkehr, Industrie- und Gewerbeanlagen, Haushalts- und Gartengeräte, Hundegebell, Baustellen und Baumaschinen, haustechnische Anlagen produzieren Lärm , der bei dauerhafter Wirkung unsere Gesundheit beeinträchtigen kann.

 

41 % der Deutschen fühlen sich stark durch Lärm belästigt

 

31 % der sind nachts mit Schallpegeln von über 50 dB(A) konfrontiert. Bei diesen Pegeln muss mit Schlafstörungen gerechnet werden.

 

20 % der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre sind hörbeeinträchtigt

Zu den möglichen Langzeitfolgen chronischer Lärmbelästigung gehören neben den Gehörschäden auch Änderungen bei biologishen Risikofaktoren ( z.B. Blutfette, Blutzucker, Gerinnungsfaktroen) und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie arteriosklerotische Veränderungen, Bluthochhdruck und bestimmte Herzkrankheiten einschließlich Herzinfarkt.

 

Die Vermeidung von Lärm also der Schallschutz ist eine der wichtigen Voraussetzungen für ein gesundes Wohnklima.

 

Wir untersuchen in Langzeitmessungen mit Schallpegelmessgeräten Ihr Wohnumfeld und ermitteln mögliche unzulässige Spitzenwerte oder tieffrequenten Schall.

 

Brummton – tieffrequenter Schall

 

Wissenswertes über tieffrequenten Schall

 

Aufgrund zunehmender Anfragen Betroffener zur Thematik Brummton (niederfrequenter Schall) hat das Umwelt-Bundesamt (UBA) wie folgt Stellung genommen:

 

“Messungen und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft

 

Das Ohr des Menschen ist in der Lage, Schall mit Frequenzen zwischen ungefähr 15 Hertz und 20.000 Hertz wahrzunehmen. Die Einheit der Frequenz ist das Hertz (Hz), wobei ein Hertz einer Schwingung pro Sekunde entspricht. Niedrige Frequenzen (kleiner Zahlenwert) entsprechen tiefen Tönen; je größer die Frequenz, desto höher der Ton.

 

Schall wird als tieffrequent bezeichnet, wenn seine vorherrschenden Energieanteile im Frequenzbereich unter 90 Hz liegen. Schallwellen sind geringfügige, periodische Luftdruckschwankungen bzw. Schwingungen, die sich in der Luft ausbreiten. Schwingungen mit niedriger Frequenz haben eine große Wellenlänge, hochfrequente Schwingungen haben kurze Wellenlängen....

 

Wahrnehmung und Wirkungen

 

Tieffrequente Geräuschemissionen führen in der Nachbarschaft vielfach auch dann zu Klagen und Beschwerden, wenn die anzuwendenden Beurteilungskriterien nach den eingeführten Regelwerken (z.B. TA Lärm) eingehalten sind.

 

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wahrnehmung und Wirkung tieffrequenter Geräusche deutlich von der Wahrnehmung und Wirkung mittel- oder hochfrequenter, schmal- oder breitbandiger Geräusche abweichen.

 

Im Wohnbereich können tieffrequente Geräusche insbesondere zu Zeiten, wenn andere Geräuschbelastungen niedrig sind, schon dann zu erheblichen Belästigungen führen, wenn sie gerade wahrgenommen werden. In Wohn- und Arbeitsräumen normaler Größe können tieffrequente Eigenresonanzen (“Moden”) unangenehm angeregt werden. Es baut sich ein „Stehwellenfeld„ auf, indem sich durch Wandreflexion hin- und zurücklaufende Wellen überlagern und gegenseitig verstärken oder ganz bzw. teilweise aufheben. Dies führt zu sehr starken Schalldruckpegelanhebungen an bestimmten Orten des Raumes. Es kommt zu einer starken Orts-, Frequenz- und Zeitabhängigkeit des Schallfeldes. Üblicherweise sind dabei die Schallpegel vor Wänden und in Raumecken besonders laut.

 

Eine Ortung der Schallquelle, d.h. die Feststellung der Richtung aus der der Schall einfällt, ist den Betroffenen nicht möglich. Zur Beurteilung tieffrequenter Geräusche muss von den herkömmlichen Mess- und Bewertungsverfahren abgewichen werden! Dies betrifft vor allem den Messort und die Frequenzbewertung...."

 

 

Vorkommen tieffrequenter Geräusche

 

Verursacherquellen im eigenen Zuhause können sein:

  • Heizungsanlagen
  • Wärmepumpen
  • Klima- und Lüftungsanlagen
  • Wasser- und Heizungsrohre
  • Musikanlagen
  • Schwingende Bauteile

"Ursache für Beschwerden über Lärmbelästigungen durch Infraschall bzw. tieffrequenten Schall sind häufig auch folgende tieffrequente Geräuschquellen aus dem Bereich gewerblicher Anlagen:

  • Öl- und gasgefeuerte Heizwerke
  • Brenner in Verbindung mit Heizungsanlagen
  • Kupolöfen
  • Fackeln
  • große Be- und Entlüftungsanlagen, Klimageeräte bei Industrie, Handwerk, Einzelhandel…
  • Ventilatoren mit tieffrequenten Einzeltönen oder Drehklang
  • Verdichterstationen
  • Kompressoren
  • Vakuumpumpen
  • Dieselmotoren
  • Auspuffanlagen langsamlaufender Verbrennungsmotoren
  • langsamlaufende Siebe, Mühlen und Schwingförderanlagen
  • Auspacktrommeln
  • lange Autobahnbrücken
  • Einfahrt von Hochgeschwindigkeitszügen in Tunnel
  • Musikanlagen

..................."

 

Quelle: Umwelt-Bundesamtes (UBA)